← Alle Gespräche
A
Flieda & Ananda ● Online
6. Juli 2026
Flieda
Ananda, ich versteh das nicht. Ich mach Atemübungen, ich versuche zu meditieren, ich war sogar bei einer Klangschalensession. Und trotzdem bin ich innerlich ständig am Rattern. 18:42
Ananda
Seit wann machst du das schon? 18:44
A
Flieda
Ein paar Wochen. Ich dachte, irgendwann klickt's. 18:45
Ananda
Darf ich dich was fragen? Wie bist du gerade – eher aufgedreht und ruhelos, oder eher leer und erschöpft? 18:47
A
Flieda
Beides gleichzeitig irgendwie. Tagsüber überdreht, abends total platt. 18:48
Ananda
Das kenn ich gut. Das ist ein klassisches Zeichen, dass das Nervensystem nicht mehr flexibel reguliert – es steckt fest zwischen Gas geben und zusammenbrechen, ohne echte Erholung dazwischen. 18:50
A
Flieda
Und was machen Atemübungen daran falsch? 18:52
Ananda
Gar nichts. Aber die Frage ist: welche? Ein aktivierendes Atemübung wie Kapalabhati gibt einem aufgedrehten System noch mehr Feuer. Eine verlangsamende Übung wie 4-7-8 hingegen kann genau das sein, was es braucht. 18:54
A
Flieda
Das heisst, die Methode ist nicht falsch – aber vielleicht die falsche für meinen Zustand? 18:56
Ananda
Genau. Das ist der Punkt, den die meisten überspringen. Wir suchen die beste Technik – bevor wir verstehen, wo wir gerade stehen. 18:57
A
Flieda
Aber wie weiss ich das denn? Wo ich stehe? 18:59
Ananda
Indem du anfängst zu beobachten. Nicht zu bewerten – nur zu schauen. Wie aufgewühlt bin ich morgens beim Aufwachen? Wie ist mein Schlaf? Reagiere ich gerade auf alles sehr schnell oder bin ich eher gefühlsmässig flach? 19:01
A
Flieda
Und dann? 19:03
Ananda
Dann fängst du an, kleine Dinge auszuprobieren – und du schaust, was wirklich wirkt. Nicht was auf Instagram als Wundermittel gilt. Was bei dir, in deinem Alltag, in deinem Körper, gerade in dieser Lebensphase wirkt. 19:05
A
Flieda
Das klingt wie eine Forschungsreise. 19:06
Ananda
Genau das ist es. Und keine andere kann sie für dich machen. 19:07
A
Flieda
Was würdest du mir für jetzt konkret empfehlen – für dieses aufgedreht-platt-gleichzeitig-Gefühl? 19:09
Ananda
Rhythmische Bewegung – Spazierengehen, Schwimmen, einfach raus. Das beruhigt den Sympathikus ohne noch mehr zu fordern. Und stabile Mahlzeiten – ein schwankender Blutzucker gibt dem Nervensystem den ganzen Tag kleine Stressreize, ohne dass man's merkt. 19:11
A
Flieda
Das ist beides... eigentlich sehr simpel. 19:13
Ananda
Das Nervensystem mag simpel. Es reagiert auf Mikromomente, auf Regelmässigkeit, auf das Gefühl von Sicherheit. Kein Retreat nötig dafür. 19:14
A
Flieda
Ich glaub ich hab immer die grosse Lösung gesucht. 19:16
Ananda
Das machen wir alle. Aber die grosse Veränderung kommt meistens aus vielen kleinen Signalen, die wir unserem System über Zeit geben. Fang klein an – und bleib neugierig ❤️ 19:17
A
Nachricht schreiben…